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Bosnien (Derventa)

Die pax christi-Bistumsstelle Aachen startet Anfang 2007 ein neues ZFD-Projekt mit zwei Fachkräften in Derventa.

Partner des Projektes sind Hilfswerke der Religionsgemeinschaften - Caritasverband der Erzdiözese Sarajevo, Merhamet, Kolo Srpskih Sestara.

Als Friedensfachkräfte konnten gewonnen werden:

  1. Annett Werner - sie hat bereits 1997-1999 für die deutsche Sektion in Banja Luka (Bosnien) gearbeitet und in den vergangenen Jahren für pax christi Aachen das ZFD-Projekt in Benkovac (Kroatien) sowie die Freiwilligenarbeit in Polen und Kroatien betreut.
  2. Andreas Günther - evangelischer Theologe mit Zusatzausbildung in Familientherapie und Qualifizierung zur Friedensfachkraft (forumZFD); Spezialvikariat in Hyderabad / Indien im Bereich Konfliktarbeit im interreligiösen Kontext.

Die politischen Rahmenbedingungen für das Projekt

Bosnien und Herzegowina ist von einem stabilen gesellschaftlichen Frieden, der ein Aufstellen entlang alter Frontlinien verhindern kann, weit entfernt. Die innenpolitischen Spannungen zwischen den Entitäten im Ringen um die Macht im Staat gepaart mit den nationalistischen Tendenzen der politischen Parteien, die Konfrontationen mit der Internationalen Gemeinschaft zur Frage der Zusammenarbeit mit dem Tribunal in Den Haag, die offene Frage eines künftigen Staatsmodells sowie das geringe Vertrauen der Bevölkerung in ihre politischen Führungen (sowohl auf kommunaler wie auch nationaler Ebene) verhindern die nachhaltige, demokratische Stabilisierung des Landes. Das Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Instrumente zur gesellschaftlichen Entwicklung ist u.a. aufgrund fehlender positiver Erfahrungen nicht ausgeprägt. Hinzu kommen notwendige Reformen innerhalb des Landes ebenso wie die Klärung des Status des Kosovo mit Rückwirkung auf insbesondere die Serbische Republik.

Das Foto zeigt Derventa - den Platz, auf dem die im Krieg zerstörte katholische Kirche stand.

Projektziele und Maßnahmen

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen im ZFD in Bosnien und Herzegowina von 2000 bis 2003 und den Kontakten in die Region werden in 2006 vorbereitende Tätigkeiten in Kooperation mit den Partnern vor Ort durchgeführt. Im weiteren Projektverlauf soll durch Trainings im Bereich der zivilen Konfliktbearbeitung und Beratungs- und Vermittlungsfunktionen zwischen den unterschiedlichen Gruppen zur Bildung inklusiver Identitäten beigetragen werden. Das Projekt will mit langfristig angelegten Aktivitäten zur Verminderung der ethnischen und sozialen Segregation in den Orten Derventa, Teslic, Brod und Doboj unterstützen sowie ein Beitrag zum Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen der Begegnung, des Dialoges und der Versöhnung leisten. Dabei stehen folgende Ziele im Mittelpunkt der Arbeit der Friedensfachkräfte:

Das Projekt wird von pax christi in Koooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst durchgeführt und aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie aus Spenden finanziert.