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Solidarität mit Zentralafrika 2010

« Unglück über Dich, der du die Propheten und die Unschuldigen tötest ! » (Lk 13,34 ; Mt 23,37) – Öffentliche Stellungnahme der Priester, Ordensleute und des Bischofs der Diözese Butembo-Beni ; Nord-Kivu, DR Kongo

Kinshasa, 15. Dezember 2010. Reinhard Voss hat in Kinshasa eine eindrückliche Erklärung von Kirchenleuten aus dem Nord-Kivu ins Deutsche übersetzt, die sich in untenstehender pdf-Datei findet. Der Appell kommt zu folgendem Resultat: Wir drücken unsere tiefe Enttäuschung und unseren lebhaften Protest aus; wir appellieren energisch an unsere betreffenden Autoritaeten, ihre Verantwortung voll wahrzunehmen. In einem Land, das ein Rechtsstaat sein will und in dem man Null-Toleranz propagiert, ist es nicht normal, daß die juristischen Untersuchungen und die Verbrechensbekämpfung niemals zu Verurteilungen führen. Andererseits belästigen die Verwaltungs- und Justiz-Schikanen die Bürger oft wegen Kleinigkeiten und bleiben die grossen Kriminellen völlig straffrei und geniessen womöglich noch Schutz und Komplizenschaft...

Mit dem Andreas-Schillo-Fonds durch das Jahr 2011

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit. Für den Andreas-Schillo-Fonds hat ein Freund einen kleinen Kalender für 2011 entwickelt mit Fotos aus dem Schulprojekt in Bukavu, den man ausdrucken kann und dazu noch alle Ferientermine für das kommende Jahr hat.

Bericht von Reinhard Voss über die Konsultation des Zivilen Friedensdienstes in Bujumbura

Seit wenigen Wochen ist unser Kommissionsmitglied Reinhard Voss, früher Generalsekretär von Pax Christi Deutschland, für den Zivilen Friedensdienst in Kinshasa mit seiner Frau Margret. In einer seiner ersten Emails schreibt Reinhard u.a.: "Die Nikolaus-, Advents- und Weihnachtsgefühle sind "weit weg" wie wir selbst, aber der Inhalt von Advent: Gottes-Erwartung und Gottes Ankunft in der Welt sind so nah, vielleicht näher als je in Deutschland und Europa." Schon bald nach der Ankunft in Kinshasa stand Reinhard's erste innerafrikanische Reise auf dem Programm: nach Bujumbura, Hauptstadt von Burundi. Das Resümee wurde dem Erzbischof Evariste von Bujumbura überreicht - aber auch von Reinhard für uns ins Deutsche übersetzt. Der Text ist lesenswert....

Das Jahr 2010 für die Pax Christi Schule Tunza la Mayatima in Bukavu (Ostkongo

Mein letzter Beusch bei der Pax Christi Schule in Bukavu verlief stürmisch: Der starke Wind bei meinem Besuchstag ließ die Zeltplanen komplett zerreissen, plötzlich saßen die Kinder im Freien....

Gebet für den Kongo

In den letzten Jahren haben wir von der Afrika-Kommission immer wieder den Aufruf zum Tag des Gebets für den Frieden am 1. Advent unterstützt, oft auch durch Gebetsgottesdienste. Auch in diesem Jahr braucht der Kongo unsere Gebete.

Stellungnahme der Kath. Kirche in der DR Kongo zum 50 Jahrestag der Staatsgründung: Frieden in der DR Kongo: die sieben Wege der katholischen Kirche

Nach 50 Jahren zerbrochener Träume von einem schöneren Kongo als früher versucht es die katholische Kirche noch einmal. Mehr als zuvor ruft sie die Kongolesen - Bürger und Regierung - auf, die Augen auf die Zukunft zu richten. Sie ermutigt sie, vor allem auf sich selbst zu vertrauen, um so den Herausforderungen zu begegnen, die sich stellen im Sicherheitsbereich, in Politik, Ökonomie, Diplomatie sowie ethischen und spirituellen Fragen. Dieses Credo wir in 7-facher Richtung durchdekliniert.(…) Die Katholiken haben die folgenden sieben Wege herausgestellt, die in ihrem Zusammenhang in der Lage sind, das Land zum Frieden zu führen, und es vor allem zu konsolidieren.

Wie man sieht, bleibt die Katholische Kirche ihrer Sendung immer treu. Ihr Diskurs beleidigt oder irritiert niemanden. Sie ergänzen die politischen Ansprachen. Es bleibt den Bürgern nur, sie sich zu eigen zu machen. Und besonders, für ihre Umsetzung zu sorgen. Anmerkung des Übersetzers: Das Dokument wurde am 24.6.2010 bei der 46. regulären Vollversammlung der CENCO in Kinshasa vom 21.-25.6.2010 beschlossen – „am Geburtsfest des Hl. Johannes“. Es trägt den Titel „Notre Rêve d´un Congo plus beau qu´avant“ – „Unser Traum eines schöneren Kongo als zuvor“. (aus der Zeitung „Le Potentiel“ vom 4. August 2010; Übersetzung: Reinhard J. Voß)

Ruanda – Aussichten einer Entwicklungsdiktatur

04.08.10

pax-christi-Kommission "Solidarität mit Zentralafrika" besorgt um Lage in Ruanda

13.7.10

Raphael Wakenge geehrt

10.6.10 Friedenspreis für Zentralafrika an kongolesischen Menschrechtsaktivisten verliehen

Pax Christi trauert um Floribert Chebeya

3. Juni 2010

ÖNZ trauert um Floribert Chebeya

4. Juni 2010 Liebe Freundinnen und Freunde des ÖNZ,

das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) bedauert den gewaltsamen Tod Floribert Chebeya Bihazires zutiefst. Der international bekannte kongolesische Menschenrechtsaktivist und Direktor der Menschenrechtsorganisation „La Voix des Sans-Voix“ (VSV), sowie Sekretär des kongolesischen Dachverbandes RENADHOC ist am Mittwoch, den 3. Juni unter bisher ungeklärten Umständen tot in seinem Auto aufgefunden worden.
Am 1. Juni sollte er einen Termin bei John Numbi, dem Generalinspektor der Polizei in Kinshasa, wahrnehmen. Ob dieses Treffen stattfand, ist bislang nicht geklärt. Seitdem galt er als verschwunden und seine Familie konnte ihn telefonisch nicht mehr erreichen.
Nach Polizeiangaben wurde der leblose Körper Chebeyas am Mittwoch in einem Vorort Kinshasas gefunden.
Erst im Laufe des 3. Juni erhielt der stellvertretende Direktor von VSV, Dolly Ibefo Mbunga, gemeinsam mit einer Vertretung der MONUC die Erlaubnis, den Leichnam des Ermordeten im Krankenhaus l'Hôpital Général de Référence de Kinshasa zu identifizieren. Sie konnten Blutspuren an Nase, Mund und Augen feststellen, die auf eine Strangulierung schließen lassen. Zudem bemerkten sie Schwellungen an den Handgelenken, die von Handschellen herrühren könnten. Fidèle Banzana Edadi, der Begleiter und Fahrer Chebayas, bleibt weiterhin verschwunden.
Floribert Chebeya war seit mehr als zwei Jahrzehnten Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „La Voix des Sans-Voix“ und geriet aufgrund seines Engagements für die Menschenrechte immer wieder ins Visier der Polizei und der staatlichen Behörden. Seine letzte Festnahme erfolgte im März 2009.
Das ÖNZ war mit Floribert Chebeya eng verbunden. Im Dezember 2009 begleiteten ihn Mitarbeiter des ÖNZ bei einer Veranstaltung am Sitz des UN-Menschenrechtsrats in Genf und luden ihn nach Berlin ein, wo er die grundlegenden Probleme der Menschenrechtslage in der DR Kongo darlegte. Zuletzt hatten die Ko-Kreis-Mitglieder des ÖNZ Gelegenheit, Floribert während einer Reise nach Kinshasa im März 2010 in seinen Büroräumen zu treffen.
Dabei schilderte er die öffentlich bekannte Kritik seiner Organisation an den 50-jährigen Feierlichkeiten der Unabhängigkeit des Kongo. Dieses Datum sei kein Grund zum Feiern, solange nach wie vor Tausende Menschen in bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen im Osten des Landes von Milizen wie auch der kongolesischen Armee FARDC verstümmelt und umgebracht werden und grundlegende Menschenrechte nur auf dem Papier existieren. Er war sich des hohen Risikos seines Einsatzes stets bewusst, scheute sich dennoch nicht, die kongolesische Regierung mit Missständen wie Korruption und strukturelle Straflosigkeit zu konfrontieren.
Das ÖNZ spricht der Familie Floriberts Chebeyas und seinen Kollegen bei VSV und RENADHOC sein tiefstes Mitgefühl aus und fordert die Behörden in der DR Kongo auf, das Schicksal von Fidèle Bazana Edadi, dem Fahrer von Floribert Chebaya, rasch aufzuklären und unverzüglich eine unabhängige internationale Untersuchungskommission zum Tod Floribert Chebeyas einzusetzen und ein Justizverfahren gegen die Täter einzuleiten. Die Zunahme der Einschüchterungen gegen Menschenrechtsverteidiger, besonders bei Medienvertretern ist seit 2009 unübersehbar. Wir fordern die kongolesischen Behörden dazu auf, die UN-Guidelines für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern strikt zu beachten.
Dr. Ilona Auer- Frege und Gesine Ames Ökumenisches Netz Zentralafrika Chausseestr. 128/129 10115 Berlin 030 48625700 Pax Christi ist gehört zum Kreis der Trägerorganisationen des ÖNZ

PEACE NEEDS in the DR Congo - Tagung in Berlin am 10. und 11. Juni

Local and International strategies for Conflict Resolution 10-11 June 2010 Berlin at the Heinrich Böll Stiftung Schumannstr. 8 10117 Berlin Mitte On the occasion of the 50th Anniversary of the Independence of the DR Congo, the Ecumenical Network for Central Africa OENZ and the Heinrich Boell Foundation will host an expert conference to analyze the conflict lines and possible resolution strategies. The Conference addresses four central issues: Justice Reform and Security Sector Reform as a way to ending human rights violations and war crimes in the DRC Natural Resources in the DRC DRC communal and presidential elections 2011 Strategies towards a sustainable peace in DR Congo The main focus will be set on the gap between state autonomy and the impact of external intervention strategies for conflict resolution and peace building in the DR Congo. For the discussion, we have invited, amongst others, the following experts: Roeland van der Geer, EU Special Representative to the Great Lakes Region (tbc) Paul Simon Handy ISS South Africa Winrich Kühne, Bologna Centre SAIS Christian Manahl, MONUC Coordinator for the Eastern DR Congo Jean-Paul Michel, Head of Mission EUSEC Guillaume Ngefa-Atondoko Andali, Candidate for the presidential elections in DRC René Ngongo, Greenpeace, winner of the Right Livelihood Award 2009 Official invitations will follow soon. For any questions, please contact the OENZ at office@oenz.de 0049 / (0)30 48 62 57 00

1.Juni 2010

Protest gegen die Behinderung der Arbeit von Human Rights Watch in Burundi und Ruanda

Tunza la Mayatima - Schule für Waisenkinder im Kongo

Aktuelle Berichte und Rundbriefe von Dezember 2009 und März 2010 des Andreas-Schillo-Fonds: Die Hälfte des Schulgrundstückes wurde vom Eigentümer verkauft und da wird jetzt privat gebaut. Die 300 Kinder haben kaum noch Platz zum Toben...

31.März 2010

50 Jahre nach der Unabhängigkeit: Aufbruchstimmung in Kinshasa

10.März 2010

Für eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit mit der DR Kongo: Alternativen zur größten UN-Blauhelmmission jetzt entwickeln!

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