Grußwort
pax christi
Orte des Gedenkens...
News&Infos
Erinnern für die Gegenwart
Friedensdienste
Nahost
Friedensbildung
Nord / Süd
Globalisierung
Friedenspolitik
60 Jahre pax christi
Zeitschrift
Bestellen
Intern

Solidarität Eine Welt

Wir und die eine Welt

Die Arbeit der pax christi-Kommission Solidarität Eine Welt zeigt Möglichkeiten auf, aus unserem Alltag in Deutschland und Europa heraus Menschen in der sog. Dritten Welt zur Seite zu stehen, ihren Weg für Menschenrechte und mehr soziale Gerechtigkeit zu begleiten. Auf vier Ebenen nimmt der Solidaritätsfonds eine welt diese Aufgabe wahr:

Sie finden aktuelle Informationen und Projektberichte im Bereich Rundbriefe (s. link oben)

Lateinamerika und die eine welt

1969 beschloß die Deutsche Sektion von pax christi, einen Solidaritätsfonds Lateinamerika einzurichten. Große Teile der Öffentlichkeit bei uns richteten damals ihre Aufmerksamkeit auf die sog. Dritte Welt. In Lateinamerika prägten menschenverachtende Diktaturen das Bild in zahlreichen Staaten. Der Solidaritätsfonds Lateinamerika verstand sich als Ausdruck aktiver Solidarität mit den gewaltfrei für Gerechtigkeit kämpfenden Menschen Lateinamerikas.Solidarität und Zuspruch von vielen Seiten ermutigten gewaltfreie Gruppen von Christen und Christinnen verschiedener Konfessionen in Lateinamerika, sich 1974 zusammenzuschließen zum "Dienst für Frieden und Gerechtigkeit" - SERPAJ-Lateinamerika. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten von SERPAJ ist der argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel. Der Solidaritätsfonds von pax christi ist Mitglied im Netzwerk von SERPAJ-Europa. Es will hier ein Sprachrohr sein für die Menschen Lateinamerikas und Öffentlichkeit herstellen gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen dort.

Als eine der schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen, die besonders typisch für Lateinamerika geworden ist, kann das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen bezeichnet werden. Über 90 000 Fälle sind bis in die jüngste Vergangenheit dokumentiert. Wiederum waren es Betroffene, wie die "Mütter von der Plaza de Mayo", die sich 1981 zusammenschlossen. Als Lateinamerikanische Förderation der Familienangehörigen der Verschwundenen (FEDEFAM) protestieren sie gegen das erlittene Unrecht ihrer Familien und suchen Instrumentarien gegen das Verschwindenlassen von Menschen, gegen die Straflosigkeit der Verantwortlichen. Vier Jahre später zeigen sich Mitglieder von pax christi in Deutschland so stark von einer FEDEFAM-Delegation beeindruckt, daß eine Zusammenarbeit vereinbart wird. Seit 1991 wird zunehmend auch Afrika in die Arbeit des Solidaritätsfonds mit einbezogen: Es entstanden Kontakte zu gewaltfreien, häufig von Frauen ins Leben gerufenen Gruppen in Ruanda (Twese Hamwe), Zaire (pax christi-Gruppe Kikwit), Kenia (Gruppe der AIDS-Witwen) und im Süd-Sudan (Frauengruppe Voice for Peace). All diese Gruppen verbindet mit pax christi der Ansatz, sich an der Basis für die Verbesserung der Lebensverhältnisse zu engagieren. So wurde aus dem Solidaritätsfonds Lateinamerika der Solidaritätsfonds eine welt.