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Kurzmeldung

Dialog und Kooperation besiegen den Terror

Erklärung des pax christi-Präsidiums zum 10. Jahrestag des 11. September 2001

Am 11. September 2011 jährt sich zum zehnten Mal der Anschlag auf das World Trade Center in New York. Wir gedenken an diesem Tag, der Opfer dieser verbrecherischen Anschläge und wissen um die Verletzungen, die diese Anschläge besonders in der amerikanischen Bevölkerung hinterlassen haben. Diese Tat war für viele Menschen unfassbar und führte zu der bis jetzt nicht beantworteten Frage: Warum hassen sie uns so? Der Anschlag wurde als Angriff interpretiert. Die Antwort war „Krieg gegen den Terrorismus“. Zehn Jahre nach den Anschlägen aber ist deutlich, dass die Kriegsstrategie als Antwort auf den Terror gescheitert ist.

In einer ausführlichen Erklärung zum zehnten Jahrestag des 9. September 2001 fordert pax christi die Bundesregierung auf:

- In ihrem Verantwortungsbereich in Afghanistan Waffenstillstandsvereinbarungen zu initiieren und durchzusetzen. Dies sowohl um ein Beispiel für Waffenstillstandsabkommen in weiteren Provinzen zu schaffen, als auch um mit dem Ende der Kämpfe die Voraussetzung für innerafghanische Versöhnungsprozesse und den sofortigen Beginn des Abzugs der Bundeswehr zu schaffen.

- Der Diskriminierung und Kriminalisierung muslimischer Mitbürger/innen entgegen zu treten.

- Unabhängige Untersuchungen der Vorgänge und Hintergründe um 9/11 zu fördern.

- Die deutsche Außenpolitik konsequent als Friedenspolitik zu gestalten. Das heißt z.B.: Instrumente für die zivile Konfliktlösung ideell und finanziell vorrangig auszustatten; den Einsatz militärischer Mittel im Zusammenhang mit der Realisierung wirtschaftlicher Interessen gänzlich zu unterlassen; sich in der NATO und international für die Entwicklung von Konzepten und Strategien gemeinsamer Sicherheit auf der Basis von Recht und Dialog einzusetzen.

Die Kirchen werden in der Erklärung u.a. aufgefordert, den Weg zum Gerechten Frieden zu einer wirksamen Maxime des christlichen Zeugnisses zu machen