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„Unversöhntes Ruanda?“ pax christi-Tagung in Mainz
Bilanz über den Versöhnungsdiskurs in Ruanda
Die von pax christi und vom Versöhnungsbund getragene Tagung vom 29./ 30. April in Mainz hatte zum Ziel, Versöhnungsdiskurse in Ruanda zu bilanzieren und die Möglichkeiten systemischer Konflikttransformation als Methode von Versöhnungsarbeit auszuloten.
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Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die pax christi-Kommission „Solidarität mit Zentralafrika“, an der über 40 Gäste aus Deutschland und Ruanda teilnahmen.
Ilona Auer-Frege, Koordinatorin des „Ökumenischen Netzes Zentralafrika“ machte in ihrem Vortrag deutlich, dass die Versöhnungsdiskurse in Ruanda zwar einerseits einem genuinen Bedürfnis entspringen, Konflikte zu bearbeiten, dass sie aber andererseits auch immer in Gefahr stehen, von Regierungsseite instrumentalisiert zu werden.
Laurien Ntezimana (s.a. Foto), prominenter Versöhnungsarbeiter aus Ruanda und Träger des Friedenspreises von pax christi international (1998), erklärte, dass es in zehn Jahren mühsamer Arbeit gelungen sei, Vertrauen sowohl auf der staatlichen Seite als auch von Seiten der katholischen Kirche aufzubauen und sich Räume für Versöhnungsarbeit zu erschließen.
„Auf den Schmerz des Anderen hören“ war der Titel des Vortrags von Jörgen Klußmann. Dieser Ansatz setze bei der emotionalen Seite der Konfliktbearbeitung an: Einzelne Personen müssen sich wahllos als „Stellvertreter“ in die Positionen des anderen hineinversetzen und so Konfliktszenarien durchleben. Damit können festgefahrene Positionen durchbrochen und neue Horizonte der Konflikttransformation geöffnet werden.