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Kurzmeldung

UNO will Frauen in Konflikten besser schützen

Vergewaltigungen werden mittlerweile ebenso brutal als Kriegswaffe eingesetzt wie Gewehre und Granaten, hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem neuesten Bericht an den Sicherheitsrat gewarnt.

Er forderte den Sicherheitsrat auf, eine unabhängige Kommission einzusetzen, um diesen Missbrauch in den Konflikten in Tschad, der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und Sudan zu untersuchen. "Trotz vieler Fortschritte in den letzten 20 Jahren werden Zivilisten immer noch systematisch und weit verbreitet Opfer sexueller Gewalt in Konflikten, wie beispielsweise in Uganda, Sudan, Zentralafrika und der DRC", so Ban. "Wie Gewehre oder Granaten ist sexuelle Gewalt Bestandteil des Waffenarsenals der Konfliktparteien, um militärische, politische, soziale und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Meist kommen die Täter unbestraft davon."

Um sexuelle Gewalt besser vorbeugen zu können, müssten die Vereinten Nationen ein Organ zur Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie der Menschenrechte für Frauen einrichten sowie die Überwachungs- und Untersuchungsmöglichkeiten verbessern, um die Schwierigkeiten bei der Erfassung statistischer Daten im Bereich sexueller Gewalt zu beseitigen. Ban forderte außerdem die UNO-Mitgliedstaaten dazu auf, mehr weibliche Polizistinnen und Soldatinnen für Friedensmissionen auszubilden.

Quelle: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa, Bonn/ Brüssel