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Kurzmeldung

„Der Friede sei mit dir“

pax christi gratuliert seinem Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen zum 40-jährigen Priesterjubiläum

In seinem Gratulationsschreiben bringt pax christi-Vizepräsident, Johannes Schnettler, Freude und Dank zum Ausdruck. "Mit großer Freude bringe ich Ihnen zu Ihrem 40-jährigen Priesterjubiläum die Glück- und Segenswünsche der deutschen Sektion der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi. Wir sind dankbar, dass Sie der Friedensbewegung jetzt schon sieben Jahre ihres priesterlichen Dienstes widmen. Denn Sie sind uns über die Jahre nicht nur als Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz oder Ortsordinarius der Diözese Fulda ein ausgezeichneter Präsident sondern gerade auch als Priester ein aufmerksamer Begleiter und geschätzter Gesprächspartner unserer Bewegung, der selbst die Nähe der Menschen sucht."

"Sie verstehen Ihr Präsidentenamt als Dienst in der Nachfolge des österlichen Christus, der die Jünger mit den Worten begrüßte: „Der Friede sei mit euch“. Gleich in Ihrer ersten Predigt nach Ihrer Wahl haben Sie uns diesen Gruß gleichsam als ihr Programm für die Präsidentschaft dargelegt. Dieser Gruß, mit dem Sie, wie jeder Ihrer Mitbrüder im Bischofsamt auch, jede Feier der Liturgie beginnen, ist Ihnen nicht nur als Präsident unserer Bewegung Leitwort, er prägt auch ihr Tun darüber hinaus.

Als wir im vergangenen Jahr in Kevelaer, dem Gründungsort der deutschen Sektion, unsere Delegiertenversammlung abhielten, mussten Sie vorzeitig abreisen. Sie haben sich bei den Delegierten in aller Form dafür entschuldigt. Der herzliche Applaus, der Ihnen damals entgegengebracht wurde, war zugleich die Anerkennung und der Respekt vor Ihrem unerschrockenen Engagement für den Frieden.
Sie mussten die Delegiertenversammlung in Kevelaer verlassen, weil Sie hier in Fulda gebraucht wurden, als Teilnehmer und Redner einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus. Sie scheuen den Konflikt nicht, wenn es darum geht, die Würde eines jeden Menschen zu sichern und die Grundlagen für ein auf Frieden und Gerechtigkeit geründetes Miteinander gegen Angriffe zu verteidigen. Dieser Dienst am Frieden ist bei Ihnen, sehr verehrter Bischof Algermissen, ein wirklich priesterlicher Dienst aus dem Geist der Nachfolge Jesu Christi. Darin sind Sie Mittler zwischen Gott und den Menschen. So weisen Sie in Ihrem Tun auf unseren wirklichen Bezugspunkt menschlicher Existenz hin. 

In einer Predigt zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz haben Sie dies einmal so gesagt: „Wo Gott vergessen wird, ist auch der Mensch, der erniedrigt, entwürdigt und entmenschlicht wurde, vergessen.

Danke für diesen Dienst seit vierzig Jahren Ich wünsche Ihnen noch viele weitere segensreiche Jahre als Priester. Der Friede sei mit dir."

Fulda, den 19. Juli 2009