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Bischof Algermissen über Piusbrüder: „Jetzt ist der Vatikan am Zug“

Radio Vatikan: Nach Provokationen der Piusbruderschaft in den vergangenen Tagen soll der Vatikan ein klares Wort sprechen. Darauf hoffen nun die deutschen Bischöfe. So wäre es dem Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sehr wichtig, dass der Papst sehe, wie die Gruppe auf sein großzügiges Entgegenkommen reagiere. Der Fuldaer Bischof wies darauf hin, dass er den Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, und den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, per Brief ausführlich über das Vorgehen der Bruderschaft und deren „Bruch des Kirchenrechts“ informiert habe. Gegenüber Radio Vatikan erklärte Bischof Algermissen:

„Die Piusbruderschaft muss ohne Wenn und Aber das ganze Zweite Vatikanische Konzil rundum annehmen sowie die Lehre der Päpste von Johannes XXIII. bis Benedikt XVI. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es schlicht keine Einheit. Ich habe in den vergangenen Tagen mehrmals gesagt, dass es für mich das Schlimmste ist, wenn ich einsehen muss, dass die Piusbrüder die Einheit gar nicht wünschen und diese Wunde in der Kirche weiter entzündet bleibt und weiter schwärt.“

Die Piusbrüder seien überheblich, so Algermissen weiter. „Das ist bei der Predigt am letzten Sonntag zu hören gewesen. So hat Pater Franz Schmidberger – wie man mir referiert hat – gesagt, dass die katholische Kirche, also unsere Kirche, sich zu ihnen bekehren müsse. Das ist für mich der Gipfel der Arroganz und Ignoranz. Es zeigt auch, dass sie im Konkreten nicht demütig sind oder einen Weg der Aufarbeitung gehen.“

Die Piusbrüder hatten am Wochenende Algermissen eingeladen, bei ihnen eine Messe zu besuchen. Der Bischof dazu: „Ich brauche nicht von ihnen eingeladen zu werden. Ich kann nämlich die lateinische Messe jeden Morgen in meiner Privatkapelle zelebrieren. Abgesehen davon ist an jedem Sonntag in einer Pfarrkirche in Fulda um 11.15 Uhr eine solche Messe im außerordentlichen Ritus, und das seit Jahren. Deshalb nehme ich die Einladung von Pater Schmidberger nicht an, die meiner Meinung nach von Süffisanz strotzt.“