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„Dialogverweigerung ist keine Lösung“
pax christi Deutschland begrüßt den Verbleib der vatikanischen Delegation bei der Antirassismuskonferenz in Genf. Ein Fernbleiben hingegen verbaue die Möglichkeiten der Auseinandersetzung, sagte pax-christi-Vizepräsident Johannes Schnettler an die Adresse Deutschlands. Radio Vatikan berichtet dazu.
„Wir bedauern sehr, dass die Bundesregierung ihre Teilnahme an der Konferenz abgesagt hat, weil wir als pax christi sagen müssen: Nur der Dialog führt auch in kontroversen Situationen weiter. Deshalb ist es zu begrüßen, dass der Vatikan seine Position auf der Konferenz gehalten hat, denn nur in der Konferenz selbst ist der Widerspruch möglich. Wir sehen jetzt ja auch in den Reaktionen auf die Rede von Ahmadinedschad, die, soweit sie uns bekannt ist, vollumfänglich zurückzuweisen und inakzeptabel ist, dass nur auf der Konferenz selbst ein solcher Widerspruch möglich ist. Denn die Rede erhält jetzt ein Eigengewicht - kein repräsentativer Europäer widerspricht dieser Position. Und das ist bedauerlich. Ein entschiedener Widerspruch zu Ahmadinedschads Rede auf der Konferenz hätte mehr bewirkt als das Fernbleiben.“
Der Heilige Stuhl hatte die antisemitischen Aussagen des iranischen Präsidenten umgehend zurückgewiesen. Dennoch hat die Vatikan-Delegation die Konferenz nicht verlassen. Auch „radikale und inakzeptable Meinungen“ müssten angehört werden, begründete Erzbischof Silvano Tomasi diesen Schritt. Das entspreche auch der Natur der Vereinten Nationen als offenem Forum. pax christi teilt diese Haltung des Heiligen Stuhles zur Gänze.
„Wir haben für den Dialog immer geworben, von daher ist diese Position von uns aus voll und ganz zu unterstützen. Wir sagen, wir müssen mit den Personen, den Staaten, die im Widerspruch zu unserer Auffassung stehen, reden. Die Dialogverweigerung führt immer zur Verschärfung der Konflikte.“ (Radio Vatikan)