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ZdK Präsident Meyer würdigt den Brief von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe
Papst räumt Panne im Fall Williamson ein
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, hat den Brief von Papst Benedikt XVI. vom 10.03.2009 an die Bischöfe gewürdigt. Papst Benedikt XVI räumt in diesem Brief ein, es sei „nicht vorhersehbare Panne“ gewesen, dass die Aufhebung der Exkommunikation vom Fall Williamson überlagert wurde. Auch habe man im Vatikan die Bedeutung des Internets unterschätzt. Man hätte die Ansichten Williamsons rechtzeitig erfahren können. Der Vatikan müsse daher in Zukunft dieser Nachrichtenquelle mehr Aufmerksamkeit schenken. Auch sei zunächst „nur ungenügend erläutert“ worden, warum die Exkommunikation der vier Bischöfe zurückgenommen worden sei und was dies bedeute.
"Der Brief des Papstes an alle katholischen Bischöfe ist ein geschichtlich einmaliges und sehr persönliches Dokument, das sein Festhalten am Zweiten Vatikanischen Konzil und sein Bekenntnis zur Versöhnung zwischen Juden und Christen, zur Ökumene und zum interreligiösen Dialog eindrucksvoll bekräftigt." so Meyer. "Wir sind dankbar für die Klarstellung des Papstes zur gegenwärtigen Debatte. Es bleibt dabei, dass die Piusbruderschaft sich rückhaltlos zum Zweiten Vatikanischen Konzil bekennen muss. Mit Respekt und Sympathie lesen wir, dass der Papst der Einheit der Kirche mit Großmut und Barmherzigkeit dienen will. Möge sein Wort von den dazugehörenden „kleinen und mittleren Versöhnungen“ in der ganzen Kirche gelten und von allen gehört werden."
Der Vizepräsident von pax christi, Johannes Schnettler, hatte Ende Januar gefordert aus Gründen der Wahrhaftigkeit gegenüber den Opfern des Holocaust, die Verbreitung der irrigen Aussagen eines katholischen Bischofs unmissverständlich und nachhaltig durch den Vatikan zu unterbinden.