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Keine Finanzierung der Gewalt durch Rohstoffexporte! - Zur Eskalation der humanitären Krise im Ost - Kongo / Ruanda.
Mit der Forderung, der aktuellen und sich täglich verschlimmernden hunmanitären Krise und dem Elend der Kriegsflüchtlinge im Ost-Kongo / Kivu / Grenzgebiet zu Ruanda mehr Aufmerksamkeit zu widmen, haben sich Mitglieder der pax christi - Kommission Solidarität mit Zentralafrika an den Bundesaussenminister gewandt.
In dem offenen Brief heisst es u.a.:
"....seit vielen Jahren haben kongolesische und internationale Akteure auf den engen Zusammenhang von maffiöser Rohstoffausbeutung und Krieg im Kongo hingewiesen. Über den Export von Kupfer, Diamanten, Coltan usw. ist die Weltwirtschaft in die Krise mit eingebunden. Die seit Jahren anhaltende schwere humanitäre Krise im Kongo ist zweifellos eine der weltweit ganz großen humanitären Krisen der Gegenwart. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass der Kongo vermehrt auf die internationale Tagesordnung kommt."
Auch die katholische Bischofskonferenz (CENCO) in der DR Kongo habe bereits am 14.10.08 auf die Entwicklung hingewiesen und die einhellige Verurteilung des militärischen Vorrückens der Nkunda-Miliz im Kivu durch die internationale Gemeinschaft begrüßt. Die Welt habe von einem friedlichen
Kongo mehr als von einem Kongo im Krieg,
so in der Stellungnahme.
Weiter heisst es:
"eine aktive Rolle der UN-Blauhelme allein wird hier keine Verbesserung bringen. Wichtig ist der langfristige Ansatz auf diplomatischer Ebene, beim Staatsaufbau wie auch bei der Unterstützung für die friedliche Transformation von Konflikten. Der Friedensprozess von Nairobi und Goma darf nicht zum Scherbenhaufen werden. Aus der Kriegsökonomie, die letztlich hinter den aktuellen militärischen Konflikten steht, muss im Namen der leidenden Bevölkerung eine geregelte Friedensökonomie werden. Die Entwicklung modellhafter Zertifizierungsverfahren für Rohstoffexporte durch das Bundesamt für Geowissenschaften und die GTZ halten wir für wegweisend..."