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Drängen der Kirchen auf atomare Abrüstung
Die Deutsche Kommission Justitia et Pax drängt die Politik zu neuem Elan
Am 29. Mai 2008 veranstaltete die deutsche Kommission Justitia et Pax einen Studien- und Dialog-Tag mit Vertretern von Kirchen, Gesellschaft und politischen Parteien in der Katholischen Akademie Berlin und stellte ihre auf Anregung von pax christi erarbeitetet Stellungnahme „Die wachsende Bedeutung nuklearer Rüstung“ vor. Dabei stellte Dr. Pausch von der EKD deutlich den Gleichklang der friedensethischen Kritik beider großen Kirchen am Konzept der atomaren Abschreckung heraus.
Die Abrüstungspolitiker dreier Bundestagsparteien - Ruprecht Polenz (CDU/CSU), Dr. Rolf Mützenich (SPD) und Winfried Nachtwei (Bündnis 90/ Die Grünen) stellten ihre grundsätzliche Überstimmung mit den Forderungen der Kirchen heraus und betonten die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Fragestellung sowie des unterstützenden Drucks seitens der Kirchen. Sie wurden in der abschließenden Podiumsdiskussion unter Leitung der Geschäftsführerin von Justitia et Pax, Gertrud Casel, mit den Aussagen der Kirchen konfrontiert durch Dr. Eberhard Pausch, EKD, und Prof. Dr. Thomas Hoppe, Justitia et Pax.
Für pax christi nahm Generalsekretär Dr. Reinhard J. Voß Mitglied der Autoren-Arbeitsgruppe „Gerechter Friede“ von Justitia et Pax - an der Tagung teil.
Bischof Heinz Josef Algermissen hatte zum Hisroshima-Gedenktag Anfang August 2007 deutlich gemacht: „Der gerade erfolgte Abzug von 130 US-Atomwaffen aus Ramstein ist zu begrüßen, dem die verbliebenen 20 Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel bald folgen sollten. Damit dieser Abzug aber nicht nur taktischen Charakter hat, muss die sog. „atomare Teilhabe“ der Bundesrepublik nunmehr ebenfalls bald beendet werden. Damit könnte Deutschland der Welt ein glaubhaftes Zeichen geben, sich nicht länger auf den „Schutz“ dieser Waffen zu verlassen.“
Nähere Informationen zur Studie von Justitia et Pax sind unter der Kurzmeldung vom 4. März 2008 auf dieser Website zu finden.