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Kurzmeldung

Entschiedene Zurückweisung der anti-israelischen Ausfälle des iranischen Präsidenten

Im Namen der deutschen Sektion von pax christi protestiert Generalsekretär Dr. Reinhard J. Voß gegen die Israel-feindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Achmadinedschad. Die Delegiertenversammlung der deutschen Sektion von pax christi hatte schon Anfang November den iranischen Präsidenten aufgefordert, „seine Äußerung zurückzunehmen, Israel müsse von der Landkarte verschwinden“. In einem Brief des Generalsekretärs an den iranischen Botschafter in Berlin heißt es u.a.: "Die katholische Friedensbewegung pax christi ist irritiert über die Äußerungen Ihres neuen Präsidenten Achmadinedschad, der dem Staat Israel das Lebensrecht abspricht.

(…) pax christi hat sich seit Jahrzehnten darum bemüht, in „doppelter Solidarität“ mit dem israelischen und dem palästinensischen Volk eine Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen, die von der Völkergemeinschaft mittlerweile einhellig befürwortet wird. Deshalb sind wir entsetzt über die Äußerungen Ihres Präsidenten und fordern ihn über Sie auf, diese zurückzunehmen.
Wir schließen uns der Gemeinsamen Erklärung des Vorsitzenden des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, zu den Äußerungen Ihres Präsidenten an:

„Niemand hat das Recht, zur Vernichtung eines anderen Staates aufzurufen. Auf entsprechende Äußerungen des iranischen Präsidenten können Christen aller Konfessionen nur mit Empörung und Abscheu reagieren. Wohin es führt, wenn ein Volk einem anderen das Existenzrecht abspricht, ist den Christen in Deutschland aus ihrer Geschichte schmerzlich bewusst. (...) Wir begrüßen, dass der UN-Sicherheitsrat und die politischen Vertreter der Staaten in der Europäischen Union umgehend den Äußerungen des iranischen Präsidenten widersprochen haben. Wir sind auch dankbar dafür, dass sich Vertreter muslimischer Verbände in Deutschland eindeutig von diesen Aussagen und den zustimmenden Demonstrationen am Wochenende distanziert haben.“ (Hannover/Bonn, den 31.10.2005)