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Gespräche mit Vertretern der katholischen „Peace Task Force“ Sri Lankas
pax christi und Justitia et Pax beraten in Berlin über weitere Kooperation
Zwei hochrangige Vertreter der katholischen „Peace Task Force“ Sri Lankas berieten sich in dieser Woche auf eigenen Wunsch und auf Einladung der deutschen Sektion und der Bistumsstelle Berlin von pax christi mit Politikern sowie mit den Generalsekretären von pax christi und Justitia et Pax, Reinhard Voß und Jörg Lüer, über den wieder aufgeflammten Konflikt sowie die Rolle und Möglichkeiten der Kirche, ihn zu überwinden.
Die beiden Gäste vertraten den Norden und Süden Sri Lankas: Father Alexander aus Jaffna vom Orden „Blessed Sacrement Community“, war an den früheren Friedensverhandlungen in Sri Lanka beteiligt, die zum Waffenstillstand von 2002 2006 führten; Father Damian Fernando aus Colombo, Direktor von Caritas und Justitia et Pax Sri Lanka, fragte nach konkreten Möglichkeiten der Unterstützung von Friedensarbeit durch die deutschen Partner.
Angesichts des anhaltenden Bürgerkrieges in Sri Lanka bemüht sich die deutsche Sektion von pax christi in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kommission Justitia et Pax, die katholische Kirche in Sri Lanka bei ihren Friedensbemühungen zu stärken. Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die sowohl unter der singhalesischen Mehrheitsbevölkerung als auch unter den Tamilen landesweit vertreten ist und trotz ihres Minderheitenstatus in beiden Gruppen über hohes Ansehen verfügt.
pax christi und Justitia et Pax hatten beide eingeladen, um in ersten Gesprächen über die Voraussetzungen und Chancen einer solchen Friedensinitiative zu beraten. Diese Initiative ist ein Resultat des Besuchs des Generalvikars von Jaffna, Dr. Justin Gnanapragasam, im vergangenen März.
Es fanden Gespräche mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, und Fachvertretern im Auswärtigen Amt statt. Außerdem unterrichteten die Gäste Bundestagsabgeordnete aus dem Menschenrechtsausschuss, dem Auswärtigen Ausschuss und den Leiter der deutsch-südostasiatischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Sebastian Edathy, über die aktuelle Lage in Sri Lanka. Die Delegation besuchte außerdem die Ausstellung zu Landminen im Bundestag, die von dessen Vizepräsidenten Thierse eröffnet wurde. Sie hatten dort vielfältige Kontaktmöglichkeiten, u.a. mit Vertretern von Misereor und Caritas International.
Der zweite Tag war den Beratungen mit den kirchlichen Partnern gewidmet. Besuche bei der Aktion Sühnezeichen und im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin - Hohenschönhausen rundeten das Programm ab und gaben den Gästen tiefe Einblicke in deutsche Geschichte und Versöhnungsbemühungen.
Die wichtigsten Ergebnisse waren folgende Absprachen:
Unterstützung der Friedensbemühungen der srilankanischen Kirche
Fortführung des Friedenszentrums in Jaffna, das im Rahmen des ZFD-Projektes von pax christi aufgebaut wurde und Bemühungen um Weiterführung dieser Arbeit mit grenzüberschreitender Perspektive
Bemühungen zum Aufbau einer Pax Christi-Bewegung in Sri Lanka zur Stärkung der Basisarbeit für Frieden
Planung von Seminaren und „Experience Sharing“-Workshops der katholischen Kirche in Sri Lanka mit den europäischen „Friedenspartnern“ von Justitia et Pax (Fr. Alexander).
Jeyaratnam Cornelis, Bistumsstelle Berlin
Dr. Reinhard J. Voß, Generalsekretär der deutschen Sektion