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Kurzmeldung

pax christi fordert mehr zivil-politische Verantwortung Deutschlands und Europas in Krisenherden

DV-Beschlüsse zu Afghanistan, Nahost, Flüchtlings- und Minderheitsfragen in der EU, Türkei-Irak-Konflikt und Indigene Völker

Die Delegiertenversammlung von pax christi Deutschland ( im Bild pax christi-Präsident Bischof Algermissen mit einem geschenkten Friedens-Shirt) hat am Sonntag Beschlüsse zu den Krisenherden und Konflikten in Afghanistan und Nahost sowie zur EU-Abschottung und zu Indigenen Völkern gefasst. Sie bekräftigte die Forderung nach Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und einem radikalen Strategiewechsel dort. Der Petersberger Prozess und die zivil-militärische Zusammenarbeit seien gescheitert, da sie letztlich Teil eines „zutiefst strategisch begründet(en)“ Kampfes um Ressourcen und Einfluss in dieser Weltregion seien; neue Wege beim Aufbau ziviler Alternativen müssten gegangen werden.

pax christi wendet sich entschieden gegen die EU-Abschottungspolitik gegen Minderheiten und Flüchtlinge: sie setzt sich ein für den Schutz von Minderheiten im Kosovo, besonders der Roma und Ashkali, für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus dem Irak und die Unterstützung von dessen Nachbarländern im Flüchtlingsschutz, sowie für den Lebens- und juristischen Schutz der Asylsuchenden, besonders der Bootsflüchtlinge, an den EU-Außengrenzen. Auch soll der neue EU-Vertrag einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

pax christi fordert eine Atomwaffenfreie Zone und eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO) nach dem Beispiel der KSZE. Und sie warnt eindringlich vor einem neuen Krieg der Türkei im Nordirak, indem sie den Appell der deutschen Friedensbewegung unterstützt: „Die Waffen nieder im türkisch-kurdischen Konflikt!“

pax christi setzt sich für die Rechte und Würde der indigenen Völker ein und fordert die Bundesregierung auf, die sog. ILO-Konvention von1991 endlich zu ratifizieren, um die grundlegenden Rechte der indigenen Völker zu schützen. Dies sei jetzt umso dringlicher, als die UNO nach 22 Jahren Verhandlungen endlich am 13. September 2007 die Charta „Rechte und Kultur indigener Völker“ beschlossen habe (bei nur wenigen Gegenstimmen, u.a. aus USA, Kanada, Neuseeland und Australien).

Die zentralen Beschlüsse der Delegiertenversammlung werden in den nächsten Tagen auf dieser Internetseite im Wortlauf zu finden sein.