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Hunderte von Tamilen aus Colombo deportiert
pax christi protestiert gegen die am 7. Juni erfolgte Deportation von hunderten von Tamilen aus der Hauptstadt Colombo. Die Aktion basiert auf einem Erlass vom 1. Juni, nach dem Tamilen aus dem Norden und Osten sich nur mit "guten Gründen" in Colombo aufhalten dürfen. Die Verfassung Sri Lankas garantiert jedoch jedem Bürger und jeder Bürgerin die freie Wahl des Wohnortes. Die betroffenen tamilische Männer, Frauen und Kinder stammen aus dem Norden und Osten des Landes. Sie haben aus unterschiedlichen Gründen in Colombo gelebt - untergekommen waren sie in sog. "Lodges", privat betriebene Wohnheime. Polizei und Armee zwang die Menschen, innerhalb 1/2 Stunde ihre Habe zu packen, lud sie in Busse und fuhr sie in zwei große Städte des nördlichen und östlichen Tamilengebietes. Wir zitieren aus einem offenen Brief verschiedener Menschenrechtsgruppen an den Präsidenten Mahinda Rajapakse:
"Hunderte von Tamilen aus den nördlichen und östlichen Provinzen, die sich aus unterschiedlichesten Gründen in Colombo aufhielten, wurden gezwungen Busse zu besteigen. ... Parteienvertretern im Parlament wurde mitgeteilt, dass 6 Busse nach Vavuniya und je 1 Bus nach Batticaloa und Trincomalee fuhren. Ca. 60 Personen sollen von Trincomalee aus mit dem Schiff nach Jaffna gebracht werden. ... Es gibt keine bestätigte Zahl und keine Namensliste der Betroffenen. ...