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Noch immer Kriegszustand im Norden Sri Lankas - die Zivilbevölkerung leidet unter Kampfhandlungen und Lebensmittelknappheit
pax christi liegen detaillierte Angaben über verschwundene und ermordete Personen vor. Allein zwischen dem 1. und 11. September diesen Jahres wurden im Bereich Jaffna 8 Menschen von der sog. "White Van Gang" entführt. Diese Todesschwadron operiert mit einem weißen Kleinbus (Van) und wurde danach benannt. Eine der 8 Personen wurde freigelassen, vier wurden erschossen, drei sind vermisst. Darüber hinaus sind seit 1.Septmber in Jaffna 32 Zivilisten zwischen die Fronten geraten oder willkürlich erschossen worden.
Die Situation der Zivilbevölkerung auf der Halbinsel Jaffna und im südlich davon gelegenen Gebiet der LTTE ist weiterhin dramatisch. Viele Schulen in Jaffna werden derzeit von Flüchtlingen aus den umliegenden Dörfern bewohnt. Weder für die Flüchtlinge noch für die verbliebene Bevölkerung reichen die Reis- und Mehlvorräte aus. Auch Medikamente werden knapp. Vor allem alte und kranke Menschen leiden, die Todesrate steigt.
Verhandlungen zwischen der Regierung und der LTTE sind, trotz Bemühungen der Europäischen Union und anderer Kräfte, offenbar noch immer nicht in Sicht.
Alfons Schabarum, Friedensfachkraft von pax christ und der AGEH in Sri Lanka, arbeitet nach seiner Evakuierung aus Jaffna Ende August von Colombo aus am Ausbau eines Friedensnetzwerkes.