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Muslime und Christen verstärken Friedensarbeit in Deutschland
Am Wochenende vor dem 11. September 2006, der vor fünf Jahren zur Gründung des Projektes „Christlich-islamische Friedensarbeit in Deutschland“ führte, trafen sich zum fünften Mal Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Gruppen und Organisationen zu einem Workshop. Die Träger des Projektes sind alarmiert wegen der zunehmenden Konfrontationslogik und Militarisierung der internationalen Politik, die auch in Deutschland den Alltag der Minderheit der Muslime immer stärker prägt. Der zunehmende gesellschaftliche Druck und der Generalverdacht einer Nähe zum Terror treibt Muslime in Deutschland immer mehr in Ängste, Rechtfertigungszwänge und Diskriminierungen.
Gegen diesen sich verstärkenden Trend ist das von pax christi, der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, der Schura Hamburg und der Deutschen Muslimliga getragene Projekt bemüht, Schritte der Begegnung, der Verständigung und des Aufbaus gegenseitigen Vertrauens zu gehen und anzuregen. Engagierte Christen und Muslime aus Basisprojekten u.a. in Hamburg, dem Münsterland und Nürnberg machten dazu Hoffnung.
Ein erster christlich-islamischer Trainingskurs zur gewaltfreien Bearbeitung von Konflikten wurde ausgewertet und soll in neuen Kurskonzepten später seine Fortführung finden. Es wird weitere christlich-islamische „Pilgerwege“ geben, so im Herbst 2006 entlang religiöser Zentren von Juden, Christen und Muslimen an der Hamburger Außenalster, und man verabredete, in Norddeutschland als Pilotprojekt eine „Clearingstelle“ vorzubereiten, die sich ähnlich den Schiedsverfahren auf kommunaler Ebene um die Lösung bzw. Fachvermittlung bei Alltagskonflikten im christlich-muslimisch-säkularen Kontext kümmern soll. Auch soll es immer wieder gemeinsame öffentliche Interventionen zu aktuellen Herausforderungen geben.
Dieses Projekt so stellten alle Beteiligten klar ist ein konkretes Hoffnungsbeispiel, den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland durch ernsthafte Partnerschaft auf Augenhöhe voranzubringen und auf diese Weise Friedensarbeit im Alltag umzusetzen. So werde auch der politisch erkennbare Wille zu einer wirklichen Integration, die nicht Assimilation sein könne, unterstützt. Man will gerade deshalb die gemeinsame Arbeit intensiviert und neu motiviert fortführen.
Kontakt und Informationen: pax christi deutsches Sekretariat: sekretariat@paxchristi.de