Grußwort
pax christi
Orte des Gedenkens...
News&Infos
Erinnern für die Gegenwart
Friedensdienste
Nahost
Friedensbildung
Nord / Süd
Globalisierung
Friedenspolitik
60 Jahre pax christi
Zeitschrift
Bestellen
Intern

Kurzmeldung

Deutschland muss politisch Verantwortung für einen gerechten Frieden im Nahen Osten übernehmen

Erklärung des Geschäftsführenden Vorstandes von pax christi zum geplanten Einsatz der Bundeswehr

Zur geplanten deutschen militärischen Beteiligung an der erweiterten UN-Mission im Libanon (UNIFIL) meldet pax christi Bedenken an. In der heutigen Erklärung des Geschäftsführenden Vorstandes heißt es: "pax christi hält VN-mandatierte Einsätze zum Schutz bedrohter Bevölkerungen für gerechtfertigt. Ob die internationalen Truppen diesem Ziel dienen können, hängt von dem konkreten Mandat ab. In diesem Falle sollte der deutsche Beitrag nicht militärisch sein."

pax christi betont: Wenn Deutschland einen Beitrag leisten will zum Aufbau von Frieden, Sicherheit und nationaler Souveränität in diesem Konflikt, dann muss es

- Rüstungslieferungen in die Region unterbinden, vor allem die Auslieferung der Dolphin U-Boote und des Truppentransporters Dingo an Israel stoppen,

- gegenüber den Konfliktparteien auf die Umsetzung aller VN-Resolutionen drängen. Dazu gehören neben der Entwaffnung der Hisbollah das Ende der israelischen Besatzung im Westjordanland, in Ostjerusalem, Gaza und Golan, das Ende der illegalen Besiedlung und der Annexion von Land zum Bau der Sicherheitsanlagen sowie die Anerkennung des Rückkehrrechts der palästinensischen Flüchtlinge und entsprechende Regelungen,

- die humanitären und die Wiederaufbau-Hilfen und den Zivilen Friedensdienst in dieser Region ausweiten,

- an der Vorbereitung einer umfassenden „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten“ mitwirken.

Frieden und Sicherheit im Nahen Osten entstehen nur, wenn internationales Recht endlich Anwendung findet und Gerechtigkeit einkehrt.