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Weitere Eskalation in Sri Lanka - Anschlag auf Bus mit Zivilisten

Erneut wendet sich das von pax christi mit getragene Centre for Peace and Reconciliation (CPR) in Jaffna im Norden Sri Lankas an die internationale Gemeinschaft mt der Bitte, Druck auf die Konfliktparteien auszuüben. Anlass ist der heutige Anschlag mit einer Claymore Mine auf einen Bus in der Region Anuradhapura. Er forderte 64 Tote und 94 Verletzte - die meisten Opfer sind Singhalesen.

"Ich bitte die religiösen Führer für die Seelen der Verstorbenen zu beten und auf die Führer unseres Landes einzuwirken, das Leben unschuldiger Zivilisten zu respektieren - seien sie Sighalesen, Tamilen, Mulime oder Burger" schreibt der Direktor des CPR, Father J.J. Bernard (OMI), in seiner Reaktion auf den Anschlag.

Unmittelbar nach den Anschlag bombardierte die Sri Lankanische Luftwaffe Stellungen der tamilischen LTTE bei Mullaitivu - dem Kommandozentrum der LTTE. Ob dabei auch Zivilisten zu Schaden gekommen sind ist nicht bekannt.

Die Zivilbevölkerung in den Tamilen-Gebieten im Norden und Osten des Landes gerät zunehmend weiter Druck. Am 14. Juni wurde eine vierköpfige Familie von Marinesoldaten brutal ermordet. Der Fall wurde vom CPR dokumentiert. Zu der Angst vor Übergriffen der Armee kommt die katastrophale Versorgungslage. Benzin, Strom und Wasser sind rationiert, Lebensmittellieferungen aus dem Süden bleiben aus. Die Menschen hungern.

Ende Juli wird ein Vertreter von pax christi International Sri Lanka besuchen und sich vor Ort ein Bild über die Lage der Menschenrechte machen.