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pax christi-Präsident Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda

Grußwort zur Friedensdemonstration in Berlin am 15.2.2003

„Friede sei mit euch“ sind die ersten Worte des auferstandenen Herrn Jesus Christus an seine Jünger gewesen. Diesem Frieden ist die Kirche, in der Christus fortlebt, seitdem für alle Zeit verpflichtet. Mit aller Macht muss sie sich für einen gerechten Frieden unter den Menschen einsetzen. Wie Sie alle, die Sie sich heute zu einer großen Kundgebung für den Frieden in Berlin versammelt haben, und mit Papst Johannes Paul II. bin ich der Meinung, dass der Friede nicht durch militärische Gewalt herbeigeführt werden kann. Ich bin so vermessen, an das Jesus-Wort zu glauben: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen (Mt 26,52)“.

Mein Glaube und auch meine Vernunft sagen mir, dass längst nicht alle politischen Mittel ausgeschöpft sind, um einen Krieg im Irak zu vermeiden. Daher sind alle Verantwortlichen nun aufgefordert, diesen Krieg zu verhindern. Wir alle dürfen es nicht zulassen, dass sich die Menschen an den Gedanken eines unvermeidbaren Krieges im Irak gewöhnen. Der internationale Druck auf das Regime des Saddam Hussein ist gewiss auch ohne Krieg möglich. Ich hoffe, dass die Großdemonstration in Berlin für den Frieden im Irak dazu beiträgt, dass die politisch Verantwortlichen umdenken, und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Demonstration Gottes Segen.

+ Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda

Fulda, den 15.02.2003