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Eurofighter 2000: Milliardenschweres Täuschungsmanöver!
Presseerklärung der deutschen Sektion von Pax Christi
Die Anschaffung von 180 Stück des Jagdflugzeugs Eurofighter 2000 soll neuesten Pressemeldungen zufolge über die ursprünglich vereinbarten 23 Milliarden DM hinaus um 6 Milliarden DM teurer werden. Das bedeutet eine Kostensteigerung von mehr als 25 Prozent.
Das größte militärische Projekt der Bundesrepublik wurde 1998 von einem Großteil der damaligen Opposition abgelehnt und war auch in der Regierungskoalition von CDU und FDP nicht unumstritten. Denn ein milliardenteures Rüstungsprojekt ist in Zeiten leerer Kassen und zunehmender gesellschaftlicher Armut schwer zu vermitteln, weil nicht zu verantworten. Es war schon damals zu befürchten, daß die wirklichen Kosten für Anschaffung und Betrieb des Eurofighter höher sein würden als alle bis dahin genannten Summen.
Dieser Fall ist jetzt eingetreten. Nun kommt ans Licht, daß die damalige Bundesregierung mit der Industrie offensichtlich eine Hintertür für Kostensteigerungen vereinbart und die Bevölkerung getäuscht hat.
Pax Christi wiederholt deshalb die bereits seit 1993 erhobene Forderung, mit Rücksicht auf die wirklichen Sicherheitsbedürfnisse der Gesellschaft auf den Bau des Eurofighters 2000 ersatzlos zu verzichten. Der Eurofighter ist technisch veraltet, militärisch überflüssig und sozial- wie arbeitsmarktpolitisch nicht zu rechtfertigen. Die Bundesregierung sollte ihm endlich das gleiche Schicksal bescheren, das kürzlich der geplanten Trasse der Magnetschwebebahn zuteil wurde, und aus dem Projekt endgültig aussteigen.
Bad Vilbel, den 3. Juli 2000 24-23